Schlaf und Traum – unser aktives Nachtleben

Ein Beitrag von Markus Wunderlich

Schlaf und Traum – unser aktives Nachtleben

Bis in das 20. Jahrhundert hinein war die Frage, warum wir schlafen und träumen, ein ungelöstes und faszinierendes Rätsel – gleichsam die dunkle Seite unserer Existenz. Inzwischen hat die Forschung jedoch mehr über unser Schlaf- und Traumverhalten herausgefunden als je zuvor. Nach heutigem Verständnis gelten Träume als Mittler zwischen Bewusstem und Unbewusstem. Ohne bewusste Steuerung öffnet sich im Traum ein Tor zur Seele. Was uns innerlich bewegt, kann sich hier frei und unzensiert zeigen: Wünsche, Triebe, Aggressionen, ebenso wie Probleme und Ängste.

Unser „Nachtleben“ gleicht einem Bühnenstück in vier Akten: vom leichten Schlaf bis zum Tiefschlaf. Dazwischen liegen die sogenannten REM-Phasen (Rapid Eye Movements), in denen sich unsere Augen unter den geschlossenen Lidern rasch hin und her bewegen. Etwa alle 90 Minuten kehren diese Phasen wieder – wir träumen.
Gehirnstrommessungen zeigen in dieser Zeit ein erstaunlich aktives, beinahe waches Gehirn. Atem- und Herzfrequenz steigen, während der Körper gleichzeitig in einer Art Lähmung verharrt. Die Augen übernehmen dabei die Funktion eines „Scanners“: Sie tasten die inneren Bilder ab und ersetzen die Bewegungen, die wir dem Traumgeschehen entsprechend eigentlich ausführen würden.

Die Beobachtung, dass bestimmte Beschwerdebilder häufig mit bestimmten Traumtypen einhergehen, brachte Peter Mandel auf die Idee, eine spezielle Traumtechnik zu entwickeln. Über viele Jahre erforschte er die Zusammenhänge zwischen Träumen und therapeutisch wirksamen Hautzonen. Daraus entstanden klar definierte esogetische Zonen, deren Stimulation gezielt bestimmte Traumqualitäten fördern kann. Diese Technik wird heute von vielen Menschen genutzt, die ihre Traumarbeit bewusst aktivieren möchten.
Denn immer wieder zeigt sich, wie eng Psyche und Traumgeschehen miteinander verbunden sind. Träume können als eine Art „Nachrichtensendung“ für psychosomatische Beschwerden und seelische Belastungen verstanden werden – und sollten nicht unterschätzt werden.

Anwendung der Traumzonen

Für die Anwendung stehen zwei gleichwertige Möglichkeiten zur Verfügung. Dabei werden jeweils die ausgewählten Zonen mit dem esogetischen Wildkräuteröl relax eingerieben:

1. Das 8-Tage-Programm
Hierbei wird an acht aufeinanderfolgenden Tagen jeweils eine Zone behandelt:
• Tag 1: Zone 1
• Tag 2: Zone 2
• Tag 3: Zone 3
• …
• Tag 8: Zone 8

Anschließend folgt eine Pause von acht Tagen. Danach kann das Programm bei Bedarf erneut von vorne begonnen werden.
Wichtig: Zone 9 wird bei dieser Variante an jedem einzelnen Anwendungstag zusätzlich behandelt, unabhängig davon, welche der Zonen 1 bis 8 gerade an der Reihe ist.

2. Gezielte Auswahl einzelner Zonen

Alternativ können auch eine oder mehrere Zonen gezielt ausgewählt werden – beispielsweise zu einem bestimmten Thema oder Anliegen.
Auch bei dieser individuellen Anwendung gilt: Zone 9 wird immer ergänzend mit dem esogetischen Wildkräuteröl einbezogen, um die grundsätzliche Traumbereitschaft zu fördern.

Die Traumzonen im Überblick

Zone 1: 3 bis 4 Fingerbreit über dem Fersenoberrand
Sogenannte “Loslassträume”. Hier können Belastungen „ausgeschieden“ werden.

Zone 2: Genau in der Wadenmitte
Träume, die sich auf die Individualität richten. „Wo bin ich? Wo stehe ich in meinem Leben?“ Bezug zur körperlichen Wirklichkeit.

Zone 3: Eine Handbreit unterhalb der Kniekehle
Spezifische Träume, die nur mit dem Menschen zu tun haben; genauso wie Zone 4.

Zone 4: Direkt in der Mitte der Kniekehle
Wie bei Zone 3 wird hier eine Beziehung zu den „Ich“-bezogenen Träumen hergestellt.

Zone 5: Genau in der Mitte des Oberschenkels zwischen Kniegelenk- und Gesäßfalte
Spezifische Träume mit vordergründig oft nicht erklärbarem Inhalt. Hierbei kann es sich um weit zurückliegende Erlebnisse – z. B. aus der Kindheit oder sogar aus vorgeburtlicher Zeit handeln.

Zone 6: Mitte Gesäßbacke
Dieses Gebiet ist für die Koordination im Gehirn mitverantwortlich. Diese Zone hat mit Bewusstsein zu tun und allen Empfindungen des Menschen (z. B. Zusammenhänge mit Angst, Unruhe, Freude, Lust usw.), die sich in Träumen ausdrücken können.

Zone 7: Unmittelbar oberhalb der Kniescheibe
Diese Zone bezieht sich auf ungelöste seelische Probleme.

Zone 8: Eine Handbreit oberhalb der Kniescheibe
Bezug zu anregenden Träumen: „Wie muss ich etwas tun? Wie muss ich etwas verändern?“

Zone 9: 4 Fingerbreit oberhalb der Ellbogenspitze
Hier wird grundsätzlich die Traumbereitschaft gefördert. Bitte den Arm zum Einreiben ausgestreckt halten.