Die Induktionstherapie mit Gamma 40 und Gamma 80

Neue Wege zur Reaktivierung des Gehirnrhythmus

Ein Beitrag von Peter Mandel

Immer mehr zeigt sich in der Praxis die Notwendigkeit, die durch Stress, Traumata oder chronische Belastungen aus dem Gleichgewicht geratenen Gehirnrhythmen zu harmonisieren. Die Induktionstherapie – insbesondere durch punktuelle Anwendung spezifischer Rhythmen und durch die feststehenden Synapsis-Programme – hat sich hier als äußerst wirkungsvoll erwiesen.

Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft

Die moderne Hirnforschung liefert immer wieder beeindruckende neue Erkenntnisse. Besonders die Neurologie, Neurobiologie und Neuropsychiatrie haben unser Verständnis für die Entstehung von Krankheiten grundlegend erweitert.

Ein zentrales Thema ist die Rolle früher Traumata – insbesondere in der Kindheit – als Ursache für viele körperliche und seelische Beschwerden. Ein Fokus liegt dabei auf dem Hippocampus, einem für unsere Lebensbewältigung zentralen Gehirnbereich. Studien zeigen, dass er unter traumatischer Belastung schrumpfen kann – mit gravierenden Folgen für Gedächtnis, Wahrnehmung und emotionale Regulation.

Das elektromagnetische Gleichfeld des Gehirns

Das Gehirn besitzt ein elektromagnetisches Gleichfeld, das durch niederfrequente Impulse reguliert wird. Dieses Gleichfeld steht in engem Zusammenhang mit den bekannten Gehirnwellen, die durch die Synapsis-Therapie gezielt angeregt werden können.
Laut Prof. Jay Gunkelmann wird das Gleichfeld maßgeblich durch die Aktivität der Gliazellen gesteuert. Es dient somit als ein Marker für die Gesundheit des Gehirns. Daraus ergibt sich eine interessante Hypothese: Wenn die Gehirnwellen vom Gleichfeld abhängig sind, müsste auch die gezielte Induktion bestimmter Wellenformen das Gleichfeld und damit die Gesundheit beeinflussen können.

Die Idee der Induktion: Rhythmus als therapeutischer Schlüssel

Das zentrale therapeutische Ziel ist die Rhythmisierung: Das Gehirn soll durch gezielte Induktion seiner natürlichen Wellenformen zum Mitschwingen angeregt werden. Diese Resonanzreaktion ist physiologisch verankert und kann zu einem ausgeglichenen Rhythmus zurückführen.
Prof. Dr. Hasan Asif formuliert es so: „Wenn wir das Gehirn neu rhythmisieren, indem wir die Gehirnaktivität verstärken oder abschwächen und so die ursprünglichen Schaltkreise wiederherstellen, verbessern sich die individuellen Symptome sehr schnell.“
Diese Beobachtung deckt sich mit den Erfahrungen aus der Praxis: Die Induktionsprogramme zeigen in vielen Fällen rasch eine spürbare Wirkung.

Gammawellen – Wellen der Glückseligkeit

Besondere Beachtung verdienen die Gammawellen als fünfte Wellenform des Gehirns. Sie liegen im Bereich von 30 bis 100 Hz und werden mit höheren kognitiven Funktionen wie Wahrnehmung, Gedächtnis und komplexem Denken in Verbindung gebracht. Sie sind eng gekoppelt an den Hippocampus und den präfrontalen Cortex.
Studien an meditierenden tibetischen Mönchen und christlichen Nonnen zeigten eine überdurchschnittlich gute körperliche Gesundheit – begleitet von einem deutlich ausgeprägten Gammawellenmuster. Damals sprach man sogar von „Wellen der Glückseligkeit“.

Die Entdeckung von Gamma 40 Hz

Die Neurowissenschaftlerin Prof. Li-Huei Tsai entdeckte 2016 die besondere Bedeutung der 40-Hz-Gammawelle für die Aktivierung des Hippocampus. Gleichzeitig wurde deutlich, dass gerade diese Frequenz bei schweren Erkrankungen frühzeitig beeinträchtigt ist.
Deshalb wurde das Induktionsprogramm „Gamma 40“ entwickelt, das diesen Bereich gezielt stimuliert – mit beeindruckenden Ergebnissen. Doch es zeigte sich auch: Manche Patienten reagierten kaum oder gar nicht auf die 40-Hz-Induktion.

Der nächste Schritt: Gamma 80 Hz zur Öffnung des gesamten Gamma-Raums

Die Hypothese lautete: Bei starker Belastung ist nicht nur ein Teilbereich, sondern das gesamte Gammafeld blockiert. Um den „Raum der Glückseligkeit“ wieder zugänglich zu machen, wurde das Gamma-40-Programm verdoppelt – es entstand das Programm „Gamma 80“.

Aufbau des Programms Gamma 80

Das Programm dauert 10 Minuten und verläuft wie folgt:

• Anstieg von 30 Hz auf 80 Hz zur Öffnung des gesamten Gamma-Wellenbereichs
• Abstieg auf 40 Hz, wie von Prof. Tsai empfohlen
• Rückführung auf 30 Hz als harmonischer Abschluss

Die Anwendung erfolgte zunächst klassisch über die Handgelenke.

Zielzonen für die Gamma-80-Induktion

Im Laufe der Anwendungspraxis wurden spezifische Körperzonen identifiziert, die besonders auf das Gamma-80-Programm ansprechen:

• Hüftgelenke (Gbl 30): Bezug zum individuellen Lebensprogramm

• Kieferhöhlen: Regulation des Zellbewusstseins

• 3E 15 (Schultern): Bezug zu vergangenen und aktuellen Ängsten

Kombinationsanwendung mit Adapter zur Verstärkung der Therapie:

• Hüftgelenke + Kieferhöhlen
• Hüftgelenke + 3E 15 (im Wechsel)

Für die Anwendung zu Hause hat es sich bewährt, die Programme Gamma 40 und Gamma 80 zu wechseln.

Fazit: Heilräume durch Rhythmisierung öffnen

Die Induktionstherapie mit Gamma 80 stellt eine wirkungsvolle Erweiterung des bisherigen Spektrums dar. Sie eröffnet bei blockierten Patienten neue therapeutische Möglichkeiten, um das wichtige Gammafeld des Gehirns zu harmonisieren und damit Heilimpulse auf einer tieferen Ebene anzustoßen.